1 Jahr Keglerheimräumung

Aus diesem Grunde auf die Strasse gehen!

Am 22.11.2009 wurde die stille Besetzung des ehemaligen Keglerheims an der Schützenstraße nach drei Monaten öffentlich gemacht. Stunden später wurde das Haus von der Polizei geräumt. Der Eigentümer stellte Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch. Seit der sinnlosen und brutalen Räumung steht das Keglerheim wieder leer und verfällt. Der Eigentümer zeigt bis heute kein Interesse am Objekt. „Durch die Räumung des ehemaligen Keglerheims wird deutlich, dass die kapitalistische Eigentumsordnung leerstehende Häuser lieber verfallen lässt, als sie Menschen zur Verfügung zu stellen, die diese sinnvoll nutzen würden.“, so Luise Käfer, Sprecherin der Kampagne „Hände hoch, Haus her. Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt“. „Die rechtlich und politisch vorhandenen Spielräume werden nicht genutzt um emanzipatorische Projekte zu ermöglichen, stattdessen werden Hausbesetzer_innen öffentlich diffamiert, mit Repression überzogen und besetzte Häuser sofort geräumt.“, so Käfer weiter.

Um diese Zustände zu kritisieren und deutlich zu machen, dass in Erfurt weiterhin ein selbstverwaltetes Zentrum fehlt, findet am Samstag, den 4.12., ab 12 Uhr eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz unter dem Motto „Wir kegeln zurück! -Ein Jahr Räumung des Keglerheims in Erfurt“ statt.