Nachtrag: Scheinbesetzung in Weimar

Wer in den ersten Oktobertagen, aufmerksam durch Weimars Straßen lief, dem dürfte ein scheinbar besetztes Haus in der Rudolf-Breitscheid-Strasse aufgefallen sein, wir zitieren an dieser Stelle einen Auszug aus der Erklärung von den Besetzer_innen.

Vor 2 Jahren wurde in Erfurt das besetzte Haus geräumt, in welchem es einen Umsonstladen gab, Kino und Diskussionsabende stattfanden, sowie Konzerte veranstaltet wurden. Es war ein selbstverwaltetes Zentrum, welches jedem die Möglichkeit gab frei und ohne gesellschaftliche Zwänge zu leben. Mit einem enormen Polizeiaufgebot und unter Einsatz von zwei Hubschraubern wurde das Haus gestürmt und die Bewohner in Gewahrsam genommen. Noch am selben Tag begannen die Abrissarbeiten.

Am 02. Februar diesen Jahres wurde ein besetztes Haus in der Liebigstr. 14 in Berlin geräumt, in welchem kollektiv und selbstbestimmt gelebt wurde. Seit Anfang der 90er Jahre besetzt, ermöglichten die Räumlichkeiten ein alternatives Zusammenleben in der Hauptstadt. Der große Symbolgehalt dieses Hauses zeigte sich in unzähligen Solidaritätsbekundungen, die über die Grenzen des Bundesgebietes hinausgingen.

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