Archiv der Kategorie 'International'

Always remember – the 6th. of december!

Wir Gedenken heute Alexandros Grigoropoulos, der am 6. Dezember 2008 von der Polizei ermordet wurde.

(Flyer)

Anlässlich des 73. Gedenkens an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938

Wir, Antifaschist_innen aus Weimar meinen, dass nur wenige Tage in der Geschichte so eng mit dem Nationalsozialismus und damit mit dem Antisemitismus verknüpft sind, wie die Reichspogromnacht. Der Versuch Adolf Hitlers und seiner Gesinnungsgenossen im November 1923 mit dem Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle die „nationale Revolution“ vom Zaun zu brechen, endete zwar als größenwahnsinnige Farce, doch schon wenige Jahre später wurde der Traum der nationalsozialistischen „Revolutionäre“ Wirklichkeit. Am 9. November 1938 wurde ihre mörderische Ideologie in einem bisher unbekannten Maße praktisch. In der Nacht vom 9.11. auf den 10.11.1938 wurden in Nazideutschland hunderte Synagogen abgebrannt, jüdische Geschäfte zerstört und tausende von Juden in Konzentrationslager verschleppt. Die deutsche Bevölkerung sah diesem grausamen Treiben größtenteils widerstandslos zu. Viele beteiligten sich aktiv an dem Geschehen oder sahen weg, schließlich begann nun damit genau das in konsequenter Form umgesetzt zu werden, wofür man die NSDAP, die sich stets durch einen kompromisslosen und auf Vernichtung zielenden Antisemitismus profilierte, gewählt hatte. Dass große Teile der deutschen Bevölkerung diesen wahrhaften Antisemitismus teilten, dieser daher alles andere als eine Verrücktheit einer bedeutungslosen Minderheit, oder ein Manipulationsmittel der „herrschenden Klassen“, sondern oberster Zweck und Wesen des Nationalsozialismus war, darf beim Erinnern an die Opfer der Shoah nicht vergessen werden.

Am heutigen Tag gilt es, die Erinnerung an die Opfer der deutschen Volksgemein- schaft aufrecht zu erhalten, um einem Vergessen dieser historisch einmaligen Gräueltaten entgegen zu wirken. Ebenso wichtig ist es aber, sich dafür einzusetzen, dass Ähnliches sich nicht wiederhole, dass Antisemiten nicht nochmals die Möglichkeit erhalten, die von ihnen ersehnte Vernichtung aller Jüdinnen und Juden umzusetzen. Einzig der Staat Israel kann Juden heute einen gewissen Schutz vor einem globalisierten Antisemitismus bieten. Die Konsequenz aus dem in der Geschichte der Menschheit bisher einmaligen Zivilisationsbruchs der Shoah und dem Fortdauern ihrer Grundlage, der antisemitischen Ideologie ist für uns daher eine bedingungslose Solidarität mit allen Juden und Jüdinnen.

Das Existensrecht Israels zu bewahren ist die erste Forderung an jeden Antifaschismus nach Auschwitz!

Naziaufmarsch in Warschau

11.11.11 Faszyzm Nie Przejdzie from Lunari on Vimeo.

Wie jedes Jahr planen Nationalisten und Neofaschisten am polnischen Nationalfeiertag einen Aufmarsch durch die Straßen Warschaus. In diesem Jahr hat sich ein breites Bündnis, u.a. bestehend aus anarchistischen, feministischen, sozialistischen, migrantischen sowie jüdischen Organisationen, gegründet, mit der Absicht, den Naziaufmarsch zu blockieren. Sie wollen nicht zulassen, dass Befürworter_innen von volksverhetzenden und rassistischen Ideologien, die mit Stolz an Organisationen der Vorkriegszeit anknüpfen, die ungeniert mit dem Faschismus sympathisieren, wieder durch Warschau marschieren. Ähnlich wie zuletzt in Dresden und Berlin organisiert das Bündnis Blockaden und ruft zu einer breiten Beteiligung auf.

mehr Informationen: http://www.11listopada.org/strona/den-faschistenaufmarsch-am-11-november-blockieren

Carlo Giuliani wir vergessen Dich nie!

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In Gedenken an Carlo Giuliani – Rache für Carlo!

6.12. Spontandemonstration unter dem Motto „Kein Vergeben-Kein Vergessen!“

Weimarer Bürgern sollte in den letzten Tagen einiges im Zusammenhang mit dem Mord an Alexis G. (2008) aufgefallen sein.
Über verteilte und ausgelegte Flyer berichteten wir schon. Dazu kam es am Wochenende zu Sprühereien an Hauswände und Mauern in der Innenstadt (Fotos folgen). Mit Parolen, Schablonen oder stumpfen A.C.A.B. „Kunstwerken“ sollte die Aufmerksamkeit auf dieses Ereignis gelenkt werden.
Auch die Lokalzeitungen berichteten:

Graffiti an acht Fassaden
(aus Thüringer Allgemeine/6.12.2010)

Auf 3000 Euro wird der Sachscha-
den geschätzt, den Graffiti-
Schmierer gestern an acht Fas-
saden anrichteten. Zwischen
4 und 6.30 Uhr beschmierten
sie vor dem Hintergund des
heutigen zweiten Todestages
des jungen Griechen Alexand-
ros, der durch eine Polizeiku-
gel ums Leben kam, große ro-
te beziehungsweise schwarze
Schriftzüge. Betroffen waren (…)

Sponti 6.12.

Doch das sollte nicht reichen.
So kamen heute, am 6. Dezember, also zum zweiten Todestag Alexandros, knapp 20 Leute zu einer spontanen Demonstration zusammen. Lautstark und den erwähnten Flyer verteilend ging die Gruppe quer über den Weihnachtsmarkt in Weimar und durch die Innenstadt. Während der Spontandemo kam es zu keinen unangenehmen Zwischenfällen, bis sich die „Veranstaltung“ auflöste. Berichten zufolge rückte die Polizei mit 2 Streifenwagen an (weitere 2 folgten). Angeblich schafften es bis auf zwei Personen alle einer direkten Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Von einer der beiden gefassten Personen seien lediglich Personalien aufgenommen worden. Jedoch soll die andere auf brutale Art und Weise zu Boden gebracht und in die Streife gezogen worden sein. Mit Handschellen gefesselt wurde sie in die Weimarer PolizeiInspektion gebracht. In der sie auf verbale Weise genötigt wurde und der Vorfwurf „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ gegen sie erhoben wurde, ausserdem sollen Ermittlungen gegen sie im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Sprühereien zukommen, sprich es wurde Anzeige erstattet. Wir verurteilen diese so oft erlebte Vorgehensweise der Bullen. Dies gib uns dennoch weiterhin Grund für einen Kampf gegen Polizeistaat und tägliche Repression.

1.3.1.2.

Remember 6th December

In Weimars Strassen und Gassen ist nun folgender Flyer zu finden:

Front Alexis

Rück Alexis