Archiv der Kategorie 'Regional'

3. Trauermarsch in Weimar

Michael Fischer

'Ohne Worte'

Am 8. Februar wollen freie Kräfte sowie NPD mit einem angemeldeten Aufmarsch durch Weimar ziehen. Dafür wurden von den beiden Anmeldern zwei Routen im Zeitraum von 12 Uhr bis 16 Uhr angemeldet, auf folgende Route wird es wohl hinauslaufen: Bahnhofsvorplatz (links)– Schopenhauerstr. – Thälmann Str. – Röhrstr. – Fuldaer Str. – Thälmann Str. – Schopenhauerstr. – Bahnhofsvorplatz. Es ist der dritte Aufmarsch, um den Opfern der Bombardierung Weimars zu gedenken, wie die letzten beiden Jahre ist wieder Michael Fischer Anmelder der Demonstration. Er ist derzeit der umtriebigste Neonazi in Thüringen und zeigt sich (mit anderen Neonazis aus Weimar/Thüringen) auf fast jeder größeren rechten Veranstaltung in ganz Deutschland. Nachdem zum ersten Aufmarsch (2012) gerade einmal 30 Teilnehmer_Innen erschienen, waren es 2013 schon rund 100. Es ist also in den letzten Jahren ein Zuwachs zu erkennen, leider muss durch die Zusammenarbeit mit der NPD am 8. Februar mit noch mehr Neonazis gerechnet werden. Das NPD und „freie Kräfte“ in Weimar nun doch eine gemeinsame Veranstaltung abhalten verwundert nur bedingt. Erklärte die NPD und andere Kräfte Thüringens 2013 noch das sie Fischer ausgrenzen wollen und für untragbar halten, so arbeiteten sie im September zum Bundestagswahlkampf schon wieder zusammen. Die rechte Szene Weimars ist in den letzten Jahren zwar deutlich nicht mehr so aktiv wie früher, zeigte aber vor zwei Wochen mal wieder ihr wahres Gesicht (TLZ). Gegenproteste sind bis jetzt nur am Goetheplatz angemeldet, das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus wird aber sicherlich versuchen mindestens in Hör-und Sichtweite der Nazis zu gelangen. Die Staatsmacht dürfte wohl am Samstag kaum so präsent sein wie die letzten Male bei angemeldeten Demonstrationen, da der Drittligist FC Rot Weiß Erfurt an diesem Tag gegen RB Leipzig spielt. Wie viele Nazis tatsächlich den Weg nach Weimar finden ist unklar, bis auf die Homepage des Trauermarsches gibt es kaum bis gar keine Werbung im Netz. Wir rechnen aber trotzdem damit das es eine interne Mobilisierung der Nazi gab und etwa 100 bis 150 den Weg in die „Klassikerstadt“ finden. Alles in allem sollten wir alle versuchen, dass sich kein „neuer“ Trauermarsch in der rechten Szene Mitteldeutschlands etabliert.

Kommt am Samstag nach Weimar und gemeinsam werden wir den „Trauermarsch“ der Nazis mit allen Mitteln stören!

Neue und aktuelle Informationen werden am Freitag Nachmittag hier nochmal erscheinen.

„Gedenkmarsch“ in Weimar [BnR]

Thüringer Neonazis halten an ihren Plänen fest, neben den „Trauermärschen“ in Dresden und Magdeburg einen weiteren Aufmarsch zum „Bombengedenken“ zu etablieren. In Zusammenarbeit mit der NPD mobilisieren „Freie Kräfte“ zum dritten Mal zu einem Aufmarsch nach Weimar. (mehr…)

Trauermarsch in Weimar

Hand in Hand mit der NPD möchte am 8. Februar die Aktionsgruppe Weimarer Land einen Trauermarsch in Weimar durchführen. Durch den Zusammenschluss mit der NPD dürfte sich der Trend stetig steigender Teilnehmerzahlen auch in diesem Jahr fortsetzen. Somit ist am zweiten Februar Wochende mit über 100 Nazis zu rechnen.

Wir rufen jetzt schon dazu auf an diesem Wochenende in der Stadt präsent zu sein und sich an Aktionen und Protesten zu beteiligen.

Wann und wo diese stattfinden entscheiden wir!

Weitere Infos folgen.

Ausstellung „Vermummt und Gewaltbereit“

Im Cafe Wagner in Jena ist noch bis zum 20. Dez eine Ausstellung mit dem Namen „Ver­mummt und ge­walt­be­reit. Po­li­zei­ge­walt in Deutsch­land“ zu besichtigen. Es geht um Polizeigewalt und die Praktiken der Repressionsorgane. Diese werden in groß­for­ma­ti­gen Bil­dern und prä­gnan­ten In­for­ma­ti­ons­tex­ten aufbereitet und präsentiert.

Quelle: http://rotehilfejena.blogsport.de/2013/11/20/ausstellung-vermummt-und-gewaltbereit/

Volkstrauertag abschaffen! – Antifa-Demo

Am 17. November findet um 15:30 in Friedrichroda (HBF) eine Demonstration gegen den Volkstrauertag statt.

Friedrichroda

Aufruf und weitere Infos findet ihr unter: http://volkstrauertag-abschaffen.tk/

Pogrome verhindern bevor sie entstehen – Antirassistische Demonstration

Am 09.11 findet in Greiz eine Antirassistische Demonstration statt, weitere Informationen und den Aufruf findet ihr unter: http://agv.blogsport.de/

Abfahrt von Jena West am 09.11 um 9:23 Uhr.

360. Zwiebelmarkt in Weimar

Am zweiten Oktoberwochenende wird in Weimar traditionell der Zwiebelmarkt gefeiert. Mehr als 300.000 Bürger_innen aus ganz Deutschland lassen das selbsternannte Volksfest auch zu diesem werden. Das es hierbei um weit mehr geht als um die Zwiebel und ein Fest bei dem vermeintlich alle friedlich und nett zusammen feiern, zeigt ein Blick auf die Straßen der Stadt an diesem Wochenende.
Dieses deutsche Volksfest, was über die Grenzen der Stadt hinaus als tolerant und  friedlich bekannt ist, ist eine deutsche Feierlichkeit wie sie schlimmer nicht sein könnte. Auf der Internetpräsenz der Stadt Weimar zeigt man sich stolz auf die Besucherzahlen der letzten Jahre und feiert das Bühnenprogramm und die lange Tradition des Zwiebelmarktes. Die Geschichte des Festes welches bis nach 1653 zurückreicht wird in der Zeit des Nationalsozialismus ausgespart. Auch lässt die Stadt Weimar gerne aus, welche Personen sich auf dem Fest aufhalten, und welch ein Klima auf diesem herrscht.
So nutzen zum Beispiel aktive Kameradschaften und NPD-Mitglieder Jahr für Jahr das Fest um sich zu vernetzen, zu feiern und Gespräche zu führen. Hierbei bleibt es aber nicht nur bei Sprüchen, die an jedem guten deutschen Stammtischen nicht fehlen dürfen, sondern es werden auch Menschen, die nicht in das Weltbild von Fischer, Morgenroth und Co. gehören zur Zielscheibe. Dies zeigte sich im Jahre 2009 als mehrere Mitglieder einer Neonazi-Kameradschaft einen 23-Jährigen angriffen und dieser danach mit Milzriss und inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. (TLZ vom 12.10.09)
Während der Ostdeutschen Mandy und ihrem Mann wegen ihrer deutschen Zugehörigkeit keine Gefahr auf dem Fest droht, sieht es für Menschen die nicht „weiß“ sind schon ganz anders aus. Die nationale Meute gibt sich nicht nur durch diverse Kleidungsmarken wie „Thor Steinar“ oder „Spaß kostet!“ zu erkennen, sondern auch durch ihr Auftreten in der feiernden Bevölkerung. Wer also in diese deutsche Volksgemeinschaft, in diesen deutschen Staat, nicht hineinpasst, wird sich auf diesem Fest nicht sehr Willkommen fühlen.
In den letzten Jahren wurden Alternativen zum Zwiebelmarkt oder Aktionen die Ihn kritisieren sollten nie öffentlich beworben oder thematisiert. So gab es in den letzten Jahren eine alternative Party unter dem Motto „Reclaim your Zwiebelmarkt“ welche die Plozei auflöste und an vermeintliche Organisator_innen Strafbefehle versandte. 2011 wurde in der Rudolf-Breitscheid Str. ein Haus scheinbesetzt die Aktivisten_innen machten in ihrer Erklärung ebenso deutlich das sie das Klima welches auch damals schon auf dem Zwiebelmarkt vorherschte als aggressiv, fremdenfeindlich und homophob erachten. Dies zeigt das in diesen drei Tagen Menschen wegen Ihres Aussehens, ihrer Hautfarbe oder Ihrer vermeintlich geschlechtlichen Orientierung beleidigt, verfolgt oder gar verletzt werden.
Wir wenden uns gegen diese deutsche Feierlichkeit, weil sich hier nationalistischer Stumpfsinn frei bewegen darf, homophobe Sprüche mehr als sonst schon an der Tagesordnung stehen und deutsch sein zum guten Ton gehört. Dieses Fest zeigt Deutschland so wie es ist, und genau deshelb lehnen wir es ab.

Kein Volk, Kein Fest, kein Volksfest!

NPD mit Deutschlandtour durch Weimar ?

Am Mittwoch (18.9) kommt das NPD Flaggschiff wieder nach Thüringen. An diesem Tag soll der LKW erst in Jena (9 Uhr, Salvadore-Allende-Platz) und später in Erfurt (12 Uhr, Anger) halten. Wir gehen davon aus, dass die NPD am darauffolgenden Tag (19.9) nach Weimar kommen wird. Dieses Gerücht geht schon seit einigen Wochen in der Stadt um, angeblich soll die NPD die den Bahnhofsvorplatz, den Goetheplatz und den Platz der Demokratie von 10 Uhr – 18 Uhr als Kundgebungsorte angemeldet haben.

Wir rufen alle Antifa-Gruppen aus Thüringen dazu auf sich an Gegenprotesten, in jeglicher Art, zu beteiligen!

NPD macht Wahlkampf

Am Samstag möchte die NPD-Thüringen mit Unterstützung des Kreisverbandes Weimar/Weimarer Land von 12 bis 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Goetheplatz Weimar durchführen. Unter dem Motto „Asylflut stoppen – Wir sind nicht das Sozialamt der Welt“ wollen hier Stadtrat Jan Morgenroth und andere Stimmung gegen Asylsuchende in Deutschland machen.

Wir rufen zu Gegenaktionen in allen Formen auf!

Bürgerbündnis „unterstützt“ Betroffene

Nach mehr als einem Jahr zeigt sich das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar betroffen von den Übergriffen und Misshandlungen, welche Jugendliche in einer Polizeiwache in Weimar am 20. April 2012 über sich ergehen lassen mussten. Plötzlich ist man interessiert an Aufklärung und einer Aufarbeitung der Vorgänge jener Nacht. Dass dies nicht mehr als ein Lippenbekenntnis ist und die Opfer polizeilicher Gewalt verhöhnt, sollen die nächsten Zeilen beweisen.
Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus (BgR) arbeitet nun schon seit Jahren mit der Polizei Weimar und Ihrem Polizeichef Ralf Kirsten Hand in Hand. Kritik daran wird immer wieder mit dem Argument die Polizei sei ein „wichtiger Bündnispartner“ und „Wir brauchen die“ abgeschmettert. So werden bereitwillig Informationen untereinander ausgetauscht. Hierbei schrecken Mitglieder des Sprecherrates des BgRs auch nicht davor zurück der Polizei mit Aussagen zu helfen. So ist es wenig verwunderlich, dass beim letzten Vorbereitungstreffen zum 1. Mai 2012 (an diesem Tag sollte eine Nazidemonstration durch die Stadt führen), der hiesige Polizeichef mit in der Runde begrüßt wurde. Dieser  wurde sogar  nach seiner Aussage „Wenn ich jetzt gehen muss, dann komme ich nie wieder!“ darum gebeten, doch bitte zu bleiben. Sicherheitsstandards werden vom Bürgerbündnis immer wieder missachtet. So tauchte Anfang des Jahres eine Liste im Internet auf, die die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, Gruppen, Einzelpersonen und Institutionen verbessern sollte. Diese Liste wurde mit Klarnamen versehen und sogar öffentlich über den Verteiler versandt. Dies zeigt wie wenig das Bürgerbündnis auf Sicherheit und Schutz politisch denkender Menschen achtet. Genau aus diesen Gründen raten wir den Betroffen und der Soli-Gruppe sich vom BgR und ihren „Unterstützern“ zu distanzieren.

Wir unterstützen die Soli- Gruppe und die betroffenen Menschen, distanzieren uns aber zum wiederholten Male vom Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar.

Wer Grundsätze der linken Szene und roten Hilfe bricht, der ist aus allen Bündnissen auszuschließen!

Weitere Infos zu den Übergriffen: http://wia.blogsport.de/