Autonome Antifa Gruppe Weimar http://aagweimar.blogsport.de Mon, 11 Jan 2016 17:12:57 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Aufruf zu Gegenprotesten am 06.02.2016 in Weimar http://aagweimar.blogsport.de/2016/01/11/aufruf-zu-gegenprotesten-am-06-02-2016-in-weimar/ http://aagweimar.blogsport.de/2016/01/11/aufruf-zu-gegenprotesten-am-06-02-2016-in-weimar/#comments Mon, 11 Jan 2016 17:12:48 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2016/01/11/aufruf-zu-gegenprotesten-am-06-02-2016-in-weimar/ Ein Aufruf der Antifa Koordination Weimar [AKW]

Beim kommenden Trauermarsch soll wieder der „Zerstörung“ der Stadt Weimar, durch die alliierten Bomberverbände gedacht werden. Das „Gedenkbündnis Weimar“ beschreibt Weimar -wie im Jahr zuvor- Weimar als „Stadt der Baukunst“, die Opfer des „Bomben Holocaust“ wurde. Wir ersparen uns in diesem Zusammenhang darauf einzugehen, dass die weltbekannte Weimarer Baukunst -also das Bauhaus- für die Nationalsozialist_innen als „entartete Kunst“ galt. Viel mehr wollen wir die Stadt im Kontext der nationalsozialistischen Verbrechen rezipieren.

Bereits 1932 wurde auf Landesebene eine nationalsozialistische Regierung demokratisch gewählt und nach der Machtübertragung 1933 auf Reichsebene, wurde Thüringen nicht ohne Grund als „Trutzgau“ bezeichnet, denn die Gleichschaltung ließ sich hier besonders schnell vollziehen. „Trutzgau“ eine Bezeichnung auf die die regionale Naziszene auch 2015 Bezug nimmt, indem sie beispielsweise Veranstaltungen, wie „Rock im Trutzgau“ abhält . Doch analysiert mensch die Rolle von Weimar im NS genauer, kann festgestellt werden, dass sich führende Nationalsozialist_innen in Weimar äußerst wohl fühlten -darunter auch Adolf Hitler, der wiederholt Weimar besuchte. Die Stadt hatte mit Fritz Sauckel einen Gauleiter an ihrer Spitze, der später als „Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz“ Millionen von Menschen nach Deutschland verschleppte, um sie als Zwangsarbeiter_innen auszubeuten. Zwangsarbeit, etwas von dem die Nationalsozialist_innen auch in Weimar regen Gebrauch machten. So wurde im Jahr 1937 das Konzentrationslager Buchenwald eröffnet, in dem über 56.000 Menschen getötet wurden. Die inhaftierten Menschen wurden von der SS an Firmen in Weimar ausgeliehen, in denen sie Zwangsarbeit verrichten mussten. Von der weimarer Bevölkerung wurde die Existenz eines Lagers nicht infrage gestellt. Lediglich die NS-Kulturgemeinde kritisierte die erste Bezeichnung „KL Ettersberg“ mit der Begründung, dass der Ettersberg untrennbar mit dem Wirken Goethes verbunden sei. Es erfolgte die Umbennenung in „KL Buchenwald post Weimar“.
Mit der Eröffnung des Lagers bezog die „Dritte SS-Totenkopf Standarte“ ihre Kasernen in Buchenwald. Der Leitspruch der SS: „Meine Ehre heißt Treue“ findet sich zum Beispiel auch auf dem Bauch des ehemaligen Weimarer Neonazis Kevin Stärker als Tattoo wieder. Hier wird einmal mehr die Ambivalenz zwischen dem öffentlichen Relativieren der Schuld deutlich und dem gleichzeitigen radikalen Bejahen der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen.

Wenn am 06.02.2015 Michel Fischer seine Freund_innen zum „Trauermarsch“ nach Weimar einlädt, dann wird es dabei um viel mehr gehen, als die Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen. Bei der neonazistischen „Gedenkkultur“ geht es vordergründig nicht nur um das von „Besorgten Bürger_innen“ und manchen konservativen Politiker_innen propagierte „Schlussstrichziehen“ unter die Geschichte, sondern um die Beendigung des „Schuldkultes“. Zentrale Bedeutung erhält die Frage nach einer klaren Vorstellung der Gesellschaftsstruktur. Die Antworten finden sie in ihrem Wunschdenken, die 30er- und 40er- Jahre wieder aufleben zu lassen: Eine ganz klar abgegrenzte Volksgemeinschaft, die sich durch Nation, „Rasse“, Militarismus, Führerkult usw. definiert und deren Ziel Vertreibung und Vernichtung der „Volksschädlinge“ ist, um und das Alleinstellungsmerkmal des eigenen Volkes zu sichern. Hierbei spielen vor allem szenespezifische Codes eine enorme Rolle. Es geht darum (auch auf öffentlichen Veranstaltungen) so nah wie möglich an relativierende oder leugnende Elemente in Bezug auf die NS- Verbrechen heranzukommen. Sie sehen sich selbst dazu berufen, die quasi ihnen gottgegebene Aufgabe, die „Volksgeschichte“ nicht durch „Medien, Historiker und sonstige Gutmenschen“ verunstalten zu lassen. Das „Heldengedenken“ nimmt dabei einen festen kultischen Platz des neonazistischen „Erinnerns“ ein. Gemeinsam sehen sie sich als derjenige und diejenige, die den „ehrbaren deutschen Soldaten“ heute noch eine Stimme verleihen können. Untrennbar damit verbunden ist die Frage, in welchen gesellschaftlichen Kontextualiserungen, außerhalb der rechtsradikalen Szene, sich ähnliche Denkmuster erkennen lassen. An diesem Punkt setzt der Aspekt des zeitlichen Abstandes ein: Ein historischer „Schlussstrich“ soll gezogen werden, „Irgendwann ist die Aufarbeitung abgeschlossen“ oder „Ich bin nach ’45 geboren“ sind nur einige der skurrilen „Diskursansätze“ zur „NS-Vergangenheitsbewältigung“. Relativierende und leugnende Elemente gehen damit einher. Neonazis wissen, wie sie diese Sprache zu deuten haben, nämlich als gesellschaftspolitischen Erfolg, dass ihre eigenen Thematiken Anklang anstatt Entrüstungen erfahren. Während sie im Generellen eher als „geflügelte Sprache“ wahrgenommen werden. Soweit zur neonazistischen „Gedenkkultur“ im Allgemeinen.

Der Naziaufmarsch und Gegenprotest

Der Trauermarsch in Weimar ist ein fester Termin im Kalender einiger -hauptsächlich- Thüringer Neonazis. Er nimmt damit die Funktion eines identitätsstiftenden Moments ein. Hier können neue Kontakte geknüpft werden und der Stadt Weimar öffentlich ins Gedächtnis gerufen werden, dass auch die Nazis ein integrierter Teil der deutschen Gesellschaft sind. Quantitativ kommt der Trauermarsch dabei bei weitem nicht an die bislang größten Trauermärsche in Deutschland, also Dresden und Magdeburg, heran. Allerdings ist er vergleichbar mit den Trauermärschen in Cottbus und Dessau, welche sich im letzten Jahr in einem ähnlichen Größenfeld bewegt haben. Es gilt als ein regelmäßiges Event, in dem die historischen Kontinuitäten zum Nationalsozialismus gepflegt werden können.
Organisiert wird der Trauermarsch in Weimar von den Überresten der Aktionsgruppe Weimar /Weimarer Land. An erster Stelle ist hier der Tannrodaer Michel Fischer zu erwähnen, der Jahr für Jahr der Hauptinitiator der Demonstration ist. Des Weiteren eingebunden in die Organisationstruktur ist mutmaßlich wieder
Thomas Holzinger, dessen besondere Stärke das Tragen von Fronttranspis ist, wie er letztes Jahr eindrucksvoll bewies. Hier lassen sich auch weitere Verschränkungen zwischen den verschiedenen Naziakteur_innen feststellen, denn neben Holzinger wurde das Transparent von Denny Schwarz aus Erfurt, Alexander Kurth von „Die Rechte“ Leipzig und Julian Treuse, einem Mitglied der Kameradschaft „Kollektiv 56″ getragen. Neben Treuse haben sich auch andere Mitglieder dieser Kameradschaft am letzten Trauermarsch beteiligt, so zum Beispiel Michael Zeise, welcher unter anderem einen Redebeitrag hielt, Philipp Miene, der bereits mehrmals an der Demonstration teilgenommen hat und Ronny Damerow, welcher zusammen mit K56den Volkstrauertag in Friedrichroda besuchte.
Aufgrund dieser personellen Verschränkungen verwundert es nicht, dass am 30. November 2015 Erfurter und Weimarer Nazis durch die Innenstadt zogen und „Weimar bleibt braun!“ und „Hier regiert der RWE!“ gerufen haben. (Wir berichteten)
Neben den Hauptakteuren_innen nehmen auch die Freundeskreise der Weimarer Nazis regelmäßig am Trauermarsch teil. So beteiligte sich zum Beispiel Marcel Ritter, ein guter Freund Holzingers am letzten Trauermarsch. Nachdem Kevin Armstroff bei Thügida auch in Weimar wieder öffentlich in Erscheinung trat, ist die Teilnahme am diesjährigen Trauermarsch nicht auszuschließen. Verzichten müssen wir in diesem Jahr wahrscheinlich auf Christopher Seelig, er macht derzeit Urlaub in der JVA.

Kommen wir im letzten Punkt nun zu den Gegenporotesten des in Weimar hauptsächlich bürgerlich geprägten Spektrums.
Auch in diesem Jahr wird das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus wieder das breite Bündnis „Weimar gegen rechts!“ initiieren, um so „friedlichen, kreativen und lauten Protest“ zu artikulieren. Erwartungsgemäß dürfte sich dazu wieder eine große Zahl an Bürger_innen mobilisieren lassen. Möchte mensch den Naziaufmarsch ernsthaft blockieren wollen, sollte er jedoch lieber eigene dezentrale Konzepte entwickeln. Erwartungsgemäß tritt das BgR zwar offiziell an, um den Naziaufmarsch zu blockieren, die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass da nur wenig dahinter stand. So wurde die Blockade letztes Jahr freiwillig geräumt und im Jahr zu vor versagte die Fingertaktik, auch weil sich der zweite Finger einfach dem ersten Anschloss, ganz zu schweigen von den freundlichen Handshakes zwischen Polizeichef Ralf Kirsten und führenden Akteur_innen des BgRs.
Wir sehen ein, dass das BgR zwar eine hohe Anzahl an Menschen mobilisiert, welche zum Teil auch zugänglich für grundlegendere Kritik an der deutschen Gesellschaft sind. Gegen Transparente, wie „Platzverweis für Extremisten […]“ oder auch den Namen „Weimar gegen Rechts“ verwehren wir uns aber in jeglicher Form. Ein buntes Deutschland ist nicht existent, wird es nie sein und liegt nicht in unserem Interesse. Wir wollen kein buntes Deutschland, wir wollen gar keins!(fucksuegida) Auch steht Weimar nicht wie ein einheitliches Kollektiv „gegen Rechts“, sondern protestiert aus diversen Gründen gegen den Naziaufmarsch, sei aus Standortmarketing Gründen oder aufgrund des herbeiimaginierens eines bunten Deutschlands, bei dem „Die Welt zu Gast bei Freunden“ ist, wie zum Beispiel in Heidenau gesehen oder aus dem Grund, das Menschenfeindlichkeit in Gänze hinterfragt und kritisiert wird, die Nazis sind hier jedoch nur der Exponent der bestehenden Gesellschaft.
Wer sich also dem Naziaufmarsch konsequent entgegenstellen möchte, sollte sich seine Mitstreiter_innen lieber außerhalb des BgR suchen, denn diese Versuche sind bisher immer gescheitert. Vernetzt euch untereinander, überlegt euch vorher Möglichkeiten, sich den Nazis in den Weg zu stellen und rennt nicht der trägen Masse am Baudertplatz hinterher. In der kommenden Zeit werden weitere Informationen unsererseits erfolgen.

Also Avanti Antifa! Am 06. Februar 2016 nach Weimar!
Gegen Deutschland und seine Nazis!

Weitere Infos hier oder unter : http://akweimar.blogsport.de

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THÜGIDA in Weimar angemeldet http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/05/thuegida-in-weimar-angemeldet/ http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/05/thuegida-in-weimar-angemeldet/#comments Mon, 05 Oct 2015 14:41:20 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/05/thuegida-in-weimar-angemeldet/ Für Montag den 12. Oktober ( 19 – 23 Uhr ) haben der Greizer David Köckert und Michael Fischer eine Kundgebung sowie eine Demonstration unter dem Banner der Thügida in Weimar angemeldet.

Über weiteres werden wir euch hier informieren.

Das BgR mobilisiert zu Gegenaktivitäten:
NoTHÜGIDA – Weimar gegen Rechts [ACHTUNG FACEBOOK]

Hashtag: #NOTHUEGIDA + #WE12OKT15

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Aufmärsche der AfD in Erfurt http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/04/aufmaersche-der-afd-in-erfurt/ http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/04/aufmaersche-der-afd-in-erfurt/#comments Sun, 04 Oct 2015 15:05:40 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/04/aufmaersche-der-afd-in-erfurt/ Wie auch schon in den letzten Wochen findet auch kommenden Mittwoch wieder eine Demonstration von „besorgten Bürgern“ und „Asylkritikern“ in Erfurt statt. Unter Führung der AfD liefen allein letzte Woche mehrere tausend durch Erfurts Straßen. Unter dem Thema „Wirklich Verfolgte schützen, Asylmissbrauch und ungesteuerte Einwanderung beenden“ versammeln sich nicht nur Anhänger der AfD sondern eben auch altbekannte Nazis aus ganz Thüringen. Bei den letzten Veranstaltungen dieser Art kam es immer wieder zu Übergriffen auf Gegendemonstranten.

Stellt euch dem rechten Mob entgegen.

Weitere Infos & Termine : Auf die Plätze fertig : Mittwoch [ACHTUNG FACEBOOK]

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10.10.2015 Antira-Demo in Gotha http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/04/10-10-2015-antira-demo-in-gotha/ http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/04/10-10-2015-antira-demo-in-gotha/#comments Sun, 04 Oct 2015 14:33:48 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2015/10/04/10-10-2015-antira-demo-in-gotha/ Ein Aufruf der [AAGTH] Antifaschistische Aktion Gotha

Gotha, mit samt seinem Landkreis, ist im Bezug auf die rassistische deutsche Hetze gegen Geflüchtete, bisher halbwegs glimpflich davon gekommen. „Thügida“ hat sich zwar zwei Mal in Ohrdruf versucht und die Nazikameradschaft „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ hat im April eine rassistische Demonstration durchgeführt, jedoch schien die Situation im Vergleich zu anderen Regionen eher entspannt.

Die Lage scheint nun jedoch etwas zu kippen. In Waltershausen kamen im September über 500 Rassisten und Nazis zusammen um gegen die Unterbringung von Geflüchteten zu demonstrieren und in Ohrdruf formiert sich ein immer größer werdender Zusammenschlusz rund um die Gruppe „Pro Ohrdruf“ eine Bürgerwehr, welche von bekannten Nazis formiert wurde. Diese verfolgen, drangsalieren und fotografieren Geflüchtete in der Stadt. Erschwerend hinzu kommen die neuesten Entwicklungen in der Ohrdrufer Erstaufnahmestelle: die Menschen müssen hungern, da die Verpflegung sozusagen nur aus „Wasser und Brot“ besteht, eine ärztliche Versorgung ist de facto nicht gegeben, die Geld-Ausgabe wird immer wieder verschoben und die Sicherheitsfirma scheint nur aus machtgeilen Rassisten zu bestehen, welche die Geflüchteten verängstigen und unterdrücken.

Dieser menschenverachtenden Praxis, von Staat, Nazis und stolzen deutschen Bürgern aka Rassisten, muss Einhalt geboten werden. Wir rufen daher am 10.10.2015 um 14:00 Uhr zu einer Demonstration durch die Kreisstadt Gotha auf, um den Rassisten und den für die Geflüchteten zuständigen Ämtern zu zeigen, was von ihrer menschenverachtenden Praxis zu halten ist: NICHTS!

VIA: [AAGTH] Antifaschistische Aktion Gotha
Weitere Infos unter: http://aagth.afaction.info

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Termine April / Mai 2015 http://aagweimar.blogsport.de/2015/04/24/termine-april-mai-2015/ http://aagweimar.blogsport.de/2015/04/24/termine-april-mai-2015/#comments Fri, 24 Apr 2015 10:59:54 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2015/04/24/termine-april-mai-2015/ Ende April und Anfang Mai stehen wieder einige Termine an. Kurz zusammengefasst findet ihr alle wichtigen Infos auf den aufgeführten Seiten.

Weitere Infos zum „Antifa Action Weekend“: gehtanders.blogsport.de

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http://aagweimar.blogsport.de/2015/04/24/termine-april-mai-2015/feed/
Morgen Naziaufmarsch verhindern ! http://aagweimar.blogsport.de/2015/02/06/morgen-naziaufmarsch-verhindern/ http://aagweimar.blogsport.de/2015/02/06/morgen-naziaufmarsch-verhindern/#comments Fri, 06 Feb 2015 15:04:30 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2015/02/06/morgen-naziaufmarsch-verhindern/ Nochmals als Erinnerung für alle, für morgen 07.02.2015 hat M. Fischer erneut einen „Trauermarsch“ angekündigt von Seiten der Nazis wird dazu aufgerufen sich um 12Uhr am Bahnhof in Weimar zu treffen. Von der Gegenseite wird dazu aufgerufen sich ab 10:30 den Veranstaltungen des BgR anzuschließen. Das BgR veröffentlichte für den morgigen Tag bereits EA, Demosani und Infonummern:

INFO-TELEFON
Telefon: (01573) 9531057

DEMO-SANIS
Telefon: (01578) 7193871

EA-NUMMER
Telefon: (01575) 2836185

@BgR_Weimar – Hashtag
‪#‎Weimarreichts

Die vorraussichtliche Route der Nazis ist hier nochmal eingezeichnet:

Route 2015

Kommt zahlreich, wir sehen uns dann auf der Straße.

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Neue Gruppe // Mobilisierung zum 07.02.2015 http://aagweimar.blogsport.de/2015/01/17/neue-gruppe-mobilisierung-zum-07-02-2015/ http://aagweimar.blogsport.de/2015/01/17/neue-gruppe-mobilisierung-zum-07-02-2015/#comments Sat, 17 Jan 2015 14:12:05 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2015/01/17/neue-gruppe-mobilisierung-zum-07-02-2015/ Zum 07.02.2015 organisiert M. Fischer wieder einen „Trauermarsch“ durch Weimar. Neben dem Bürgerbündnis gegen Rechts mobilisiert dieses Jahr nicht nur das bürgerliche Spektrum. Sondern erfreulicherweise gibt es in Weimar eine neue Gruppe welche auch zu Gegenaktionen aufruft. Die „Antifa Koordination Weimar“ hat einen Aufruf verfasst und eine Mobi-Video produziert, beides wollen wir hier wiedergeben.

Mobilisierungsvideo der AKW zum 07.02.2015:

Naziaufmarsch in Weimar verhindern! (Februar 2015) from Antifa Koordination Weimar [AKW].

Aufruf der AKW zum 07.02.2014:

Den Naziaufmarsch versenken!

Dem Fischer eine Paddeln!

Am 7. Februar 2015 wollen Nazis zum mittlerweile vierten Mal durch Weimar marschieren. Dies gilt es zu verhindern.
Anlass des „Trauermarsches“ ist wie jedes Jahr der alliierte Bombenangriff durch die U.S. Airforce unter dem diesjährigen Motto „Am 7. Februar 2015 auf nach Weimar – Den Toten eine Stimme geben!“. Die gewünschte Route vom Bahnhof über die Carl-August-Allee zum Goetheplatz und über die Ernst-Thälmann-Straße zurück zum Bahnhof ist noch nicht genehmigt worden, das ganze Spektakel ist von 10.00 – 17.00 Uhr angemeldet.

Wie in einigen Jahren zuvor ist der in der Szene umstrittene Michel Fischer aus Tannroda der Anmelder des Aufmarsches. Fischer ist schon lange eine bekannte Person der Neonaziszene (Verweis AAGW) und trat auch im Jahr 2014 häufig in Erscheinung. Neben dem durchgeführten „Trauermarsch“ im Februar, nahm er unter anderem an Demonstrationen in Magdeburg, Berlin Wittenberge und Mahrzahn, Plauen, Dresden, Merseburg, Weißenfels, den HoGeSa Demonstrationen in Köln und Hannover und dem „Lichtermeer gegen rot-rot-grün“ in Erfurt teil, beteiligte sich am JN-Europakongress in Kirchheim und dem Rechtsrock Openair „Rock für Deutschland“ in Gera und war als Security bei einer Veranstaltung des geschichtsrevisionistischen Vereins „Gedächtnisstätte e.V.“ engagiert. Zusammen mit Sebastian Rudow – dem Kameradschaftsführer der „Weißen Wölfe Terrorcrew Hamburg“ – und zwei weiteren Neonazis überfiel er Anfang Februar Passant_innen am Hamburger Hauptbahnhof. Ende 2013 waren Rudow und er bereits Redner auf einer Demonstration der Partei „die Rechte“ in Berlin. Am 11. Juli 2014 wurde er vom Jugendgericht Weimar zu 7 Monaten Freiheitsstrafe ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung verurteilt, weil er 2012 mit seinem Vater Paul Fischer einen Jugendlichen in Tannroda verprügelt hat, den sie verdächtigten Neonazipropaganda von Laternen entfernt zu haben.

Die TeilnehmerInnenzahlen des Naziaufmarsches sind von 2012 (ca. 30 Personen) auf 2013 (ca. 100 Personen) um mehr als das dreifache angestiegen, jedoch 2014 trotz des Aufrufes der NPD, den es die vorigen Jahre nicht gegeben hat, auf ca. 80 Personen zurückgegangen. Fischer hat für 2015 150 Personen beim Ordnungsamt angemeldet, circa doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Die Nazis mobilisieren bereits seit Mitte November auf Facebook, Twitter und ihrer eigens für den „Gedenkmarsch“ angelegten Website und haben die ersten Flyer gedruckt. Nicht klar ist, ob Weimar wegen des eventuell nicht stattfindenden Aufmarsches in Magdeburg zu einem größeren Event werden könnte. Der Trauermarsch in Weimar hat zwar nicht die Relevanz wie Dresden, Magdeburg oder der Tag der deutschen Zukunft, ist jedoch eines der wenigen regelmäßigen Neonazievents in der Bundesrepublik und sollte auch als Solches kenntlich gemacht werden. Festzuhalten ist, dass nicht nur lokale Nazistrukturen zum Naziaufmarsch nach Weimar anreisen, so waren 2014 unter anderem auch Nazis von „Heimattreu Leipzig“, „Weiße Wölfe Terrorcrew“ aus Hamburg und eine Gruppe Nazis mit „Reichshauptstadt Berlin“ Transparent anwesend, was vermutlich auf Fischers persönliche Kontakte zurückzuführen ist.

Die oberste Prämisse bildet am 07. Februar zwar das Verhindern des Aufmarsches mit allen Mitteln, jedoch müssen antifaschistische Strategien über ein Verhindern des Naziaufmarsches an diesem Tag hinausgehen. Um den „Gedenkmarsch“ dauerhaft zu unterbinden bedarf es kontinuierlicher antifaschistischer Arbeit, die über Nazis und deren Aktivitäten in Weimar und Umgebung aufklärt und ihnen die Handlungsgrundlage entzieht.
Am Tag selbst können die vom Bündnis gegen Rechts vorraussichtlich angemeldeten Kundgebungen am Bahnhofsvorplatz und am Goetheplatz vorerst Bezugs- und Orientierungspunkte sein.

Weitere Infos folgen, stay tuned.

Nazis und Geschichtsrevisionist_innen keinen Meter!
07.02.15 – Naziaufmarsch verhindern!

Antifa Koordination Weimar im Dezember 2014

Wir freuen uns über den Zuwachs in der Szene, wir sehen uns am 07. Februar auf der Straße.

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Terminübersicht http://aagweimar.blogsport.de/2014/12/12/termine/ http://aagweimar.blogsport.de/2014/12/12/termine/#comments Fri, 12 Dec 2014 00:40:23 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional Bundesweit http://aagweimar.blogsport.de/2014/12/12/termine/ ERFURT

Am 20. Dezember – 16:00 Uhr findet in Erfurt eine Demonstration gegen die Kammwegklause ein Nazizentrum in Erfurt statt.

Treffpunkt: Lucas-Cranach-Platz (S-Bahn Haltestelle Sozialversicherungszentrum)

Weitere Infos: http://aaef.blogsport.eu/2014/12/09/kammwegklause-dichtmachen/

MAGDEBURG

Am 17. Januar 2015 ist eine Nazidemonstration in Magdeburg geplant, Infos zu Gegenveranstaltungen findet ihr hier: http://byallmeans.blogsport.de/

WEIMAR

Und wie wahrscheinlich schon weithin bekannt und erwartet hat M. Fischer wieder für den 07. Februar 2015 einen „Trauermarsch“ in Weimar angemeldet. Derzeit mobilisieren die Nazis für diesen Tag um 12:00 Uhr zum Hauptbahnhof.

Weitere Infos folgen.

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NPD Kundgebungen in Weimar und Thüringen http://aagweimar.blogsport.de/2014/08/21/npd-kundgebungen-in-weimar-und-thueringen/ http://aagweimar.blogsport.de/2014/08/21/npd-kundgebungen-in-weimar-und-thueringen/#comments Thu, 21 Aug 2014 17:25:53 +0000 aagweimar Allgemein Lokal Regional http://aagweimar.blogsport.de/2014/08/21/npd-kundgebungen-in-weimar-und-thueringen/ Am 1. und 11. September hat die NPD-Thüringen Wahlkampfveranstaltungen in Weimar angekündigt. Darüber hinaus sind in anderen Städten weitere Veranstaltungen angemeldet.

Lasst uns gemeinsam den Wahlkampf der NPD zum Desaster machen.

Termine für Weimar
01.09.2014 – 11.30 Uhr – Ernst-Busse-Str. / Rewe
11.09.2014 – 14 Uhr – Rathausplatz

Alle weiteren Termine: https://haskala.de/2014/08/05/npd-termine/

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Michael Fischer http://aagweimar.blogsport.de/2014/08/21/hintergrundinfos-zu-michael-fischer/ http://aagweimar.blogsport.de/2014/08/21/hintergrundinfos-zu-michael-fischer/#comments Thu, 21 Aug 2014 12:41:14 +0000 aagweimar Lokal Recherche http://aagweimar.blogsport.de/2014/08/21/hintergrundinfos-zu-michael-fischer/

Fischer trat zum ersten Mal am 5. April 2008 (Foto) in Erscheinung, damals nahm er an einer Demonstration unter dem Motto „Kinder, Zukunft, NPD – sozial geht nur National“ in Weimar teil.

Danach war lange von dem in Tannroda lebenden Familienvater (Frau Jenny, Sohn Ian) nichts zu sehen oder zu hören. Erst seit dem Jahr 2011 trat er wieder vermehrt in Erscheinung. Am 11. Juli 2015 gründete sich der Thüringer Landesverband der Partei “Die Rechte” (DR), Michael Fischer wurde zum Landesorganisationsleiter der Partei ernannt:

15. Oktober 2011 Anmelder einer Demonstration in Weimar war Michael ´Michel´ Fischer.

26. März 2011: M. Fischer trat in Trier auf einer Demonstration als Redner auf.

14. Mai 2011: In Berlin war Fischer einer der Angreifer auf Gegendemonstranten. (Foto)

3. September 2011: Zum 7. Antikriegstag in Dortmund lief Michael Fischer mit in der ersten Reihe. (Foto)

27. August 2011: M. Fischer meldete eine Demonstration in Weimar unter dem Motto: „gegen Repression und Kriminalisierung“ an, unter anderem hatte er den Musiker Makss Damage und den „Hitler von Köln“ Axel Reitz als Redner angekündigt. Einen Tag vor der Demo wurde diese durch die Stadt Weimar verboten. Eine der damaligen Begründungen war das die angemeldeten Ordner allesamt vorbestraft waren.

10. September 2011: In Eisenach nahm er an einer Demonstration unter dem Motto: „Deutschland den Deutschen – Wir sind das Volk!“ von NPD und Freien Kräften teil. An diesem Tag wurde deutlich, dass Fischer der „Aktionsgruppe Erfurt“ angehört.(Foto)

8. Februar 2012: 30 Teilnehmer_Innen demonstrieren zum ersten „Trauermarsch“ durch Weimar, Anmelder ist Michael Fischer

1. Mai 2012: Fischer meldet Demonstration in Weimar an, es bleibt aber bei einer Kundgebung mit etwa 200 Kamerad_Innen

August 2012: Fischer meldet in Arnstadt eine Demonstration unter dem Motto: „Zukunft statt EU-Wahn“ an, außerdem nimmt er am „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf teil

Dezember 2012: Fischer will in Tannroda eine Musikveranstaltung abhalten und tarnt diese als Geburtstagsfeier, noch bevor diese startet untersagt die Polizei diese.

8. Februar 2013: 100 Nazis treffen sich zum zweiten „Trauermarsch“ in Weimar, Anmelder ist Michael Fischer

März 2013: Fischer steht vor Gericht, er hat einen 16 jährigen Jungen mit zwei gleichgesinnten (u.a Ph. Miene) zusammengeschlagen. Der Betroffene hatte in Tannroda (Wohnort Fischers) rechtsradikale Aufkleber entfernt.

April 2013: Abgrenzung und Distanzierung rechter Thüringer Gruppen und NPD von Fischer, hier wird ihm u.a vorgeworfen : „blinder Aktionismus“, Anmeldung „zahlreicher qualitativ minderwertiger Veranstaltungen“, auch versuche er „einen Keil zwischen parteifreien Gruppen untereinander und zwischen freien und parteigebundenen Kräfte zu treiben“

30. April 2013: Hausdurchsuchung bei Fischer, Vorwurf: Körperverletzung und Entwendung von Kleidungsstücken

1.Mai 2013 in Erfurt: Teilnahme und Unterstützung Demonstration „freier Gruppen“

21. September 2013: als Redner bei einer Demonstration in Berlin Lichtenberg zur Neugründung der Partei „die Rechte Berlin“ Foto

Oktober 2013: Fischer beteiligt sich an Protesten gegen eins Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf

2. November 2013: Fischer beteiligt sich an einer Demonstrationen gegen ein Asylbewerberheim in Schneeberg (Sachsen) Foto

18. Januar 2014Teilnahme an einer Demonstration der „Initiative gegen das Vergessen“ in Magdeburg.

8. Februar: unter Führung Fischers laufen rund 80 Kamerad_Innen zum dritten „Trauermarsch“ durch Weimar. Foto

22. März 2014: Teilnahme am JN- Europakongress 2014 in Kirchheim. Foto

5. April 2014: Fischer beteiligt sich an einer Demonstration in Wittenberge (Brandenburg) Foto

26. April 2014: Teilnahme an der Demonstration „für ein deutsches Kreuzberg“ in Berlin

1. Mai 2014 Teilnahme an der Demonstration unter dem Motto „Arbeit zuerst für Deutsche“ in Plauen

11. Juli 2014 Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung (7 Monate Freiheitsstrafe ausgesetzt zu 3 Jahren Bewährung) Artikel

06. August 2014 Sicherung einer Veranstaltung des „Gedächtnisstätte e.V.“ einer Vereinigung größtenteils bestehend aus Holocaustleugnern. Video

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