360. Zwiebelmarkt in Weimar

Am zweiten Oktoberwochenende wird in Weimar traditionell der Zwiebelmarkt gefeiert. Mehr als 300.000 Bürger_innen aus ganz Deutschland lassen das selbsternannte Volksfest auch zu diesem werden. Das es hierbei um weit mehr geht als um die Zwiebel und ein Fest bei dem vermeintlich alle friedlich und nett zusammen feiern, zeigt ein Blick auf die Straßen der Stadt an diesem Wochenende.
Dieses deutsche Volksfest, was über die Grenzen der Stadt hinaus als tolerant und  friedlich bekannt ist, ist eine deutsche Feierlichkeit wie sie schlimmer nicht sein könnte. Auf der Internetpräsenz der Stadt Weimar zeigt man sich stolz auf die Besucherzahlen der letzten Jahre und feiert das Bühnenprogramm und die lange Tradition des Zwiebelmarktes. Die Geschichte des Festes welches bis nach 1653 zurückreicht wird in der Zeit des Nationalsozialismus ausgespart. Auch lässt die Stadt Weimar gerne aus, welche Personen sich auf dem Fest aufhalten, und welch ein Klima auf diesem herrscht.
So nutzen zum Beispiel aktive Kameradschaften und NPD-Mitglieder Jahr für Jahr das Fest um sich zu vernetzen, zu feiern und Gespräche zu führen. Hierbei bleibt es aber nicht nur bei Sprüchen, die an jedem guten deutschen Stammtischen nicht fehlen dürfen, sondern es werden auch Menschen, die nicht in das Weltbild von Fischer, Morgenroth und Co. gehören zur Zielscheibe. Dies zeigte sich im Jahre 2009 als mehrere Mitglieder einer Neonazi-Kameradschaft einen 23-Jährigen angriffen und dieser danach mit Milzriss und inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. (TLZ vom 12.10.09)
Während der Ostdeutschen Mandy und ihrem Mann wegen ihrer deutschen Zugehörigkeit keine Gefahr auf dem Fest droht, sieht es für Menschen die nicht „weiß“ sind schon ganz anders aus. Die nationale Meute gibt sich nicht nur durch diverse Kleidungsmarken wie „Thor Steinar“ oder „Spaß kostet!“ zu erkennen, sondern auch durch ihr Auftreten in der feiernden Bevölkerung. Wer also in diese deutsche Volksgemeinschaft, in diesen deutschen Staat, nicht hineinpasst, wird sich auf diesem Fest nicht sehr Willkommen fühlen.
In den letzten Jahren wurden Alternativen zum Zwiebelmarkt oder Aktionen die Ihn kritisieren sollten nie öffentlich beworben oder thematisiert. So gab es in den letzten Jahren eine alternative Party unter dem Motto „Reclaim your Zwiebelmarkt“ welche die Plozei auflöste und an vermeintliche Organisator_innen Strafbefehle versandte. 2011 wurde in der Rudolf-Breitscheid Str. ein Haus scheinbesetzt die Aktivisten_innen machten in ihrer Erklärung ebenso deutlich das sie das Klima welches auch damals schon auf dem Zwiebelmarkt vorherschte als aggressiv, fremdenfeindlich und homophob erachten. Dies zeigt das in diesen drei Tagen Menschen wegen Ihres Aussehens, ihrer Hautfarbe oder Ihrer vermeintlich geschlechtlichen Orientierung beleidigt, verfolgt oder gar verletzt werden.
Wir wenden uns gegen diese deutsche Feierlichkeit, weil sich hier nationalistischer Stumpfsinn frei bewegen darf, homophobe Sprüche mehr als sonst schon an der Tagesordnung stehen und deutsch sein zum guten Ton gehört. Dieses Fest zeigt Deutschland so wie es ist, und genau deshelb lehnen wir es ab.

Kein Volk, Kein Fest, kein Volksfest!

NPD mit Deutschlandtour durch Weimar ?

Am Mittwoch (18.9) kommt das NPD Flaggschiff wieder nach Thüringen. An diesem Tag soll der LKW erst in Jena (9 Uhr, Salvadore-Allende-Platz) und später in Erfurt (12 Uhr, Anger) halten. Wir gehen davon aus, dass die NPD am darauffolgenden Tag (19.9) nach Weimar kommen wird. Dieses Gerücht geht schon seit einigen Wochen in der Stadt um, angeblich soll die NPD die den Bahnhofsvorplatz, den Goetheplatz und den Platz der Demokratie von 10 Uhr – 18 Uhr als Kundgebungsorte angemeldet haben.

Wir rufen alle Antifa-Gruppen aus Thüringen dazu auf sich an Gegenprotesten, in jeglicher Art, zu beteiligen!

NPD macht Wahlkampf

Am Samstag möchte die NPD-Thüringen mit Unterstützung des Kreisverbandes Weimar/Weimarer Land von 12 bis 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Goetheplatz Weimar durchführen. Unter dem Motto „Asylflut stoppen – Wir sind nicht das Sozialamt der Welt“ wollen hier Stadtrat Jan Morgenroth und andere Stimmung gegen Asylsuchende in Deutschland machen.

Wir rufen zu Gegenaktionen in allen Formen auf!

Bürgerbündnis „unterstützt“ Betroffene

Nach mehr als einem Jahr zeigt sich das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar betroffen von den Übergriffen und Misshandlungen, welche Jugendliche in einer Polizeiwache in Weimar am 20. April 2012 über sich ergehen lassen mussten. Plötzlich ist man interessiert an Aufklärung und einer Aufarbeitung der Vorgänge jener Nacht. Dass dies nicht mehr als ein Lippenbekenntnis ist und die Opfer polizeilicher Gewalt verhöhnt, sollen die nächsten Zeilen beweisen.
Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus (BgR) arbeitet nun schon seit Jahren mit der Polizei Weimar und Ihrem Polizeichef Ralf Kirsten Hand in Hand. Kritik daran wird immer wieder mit dem Argument die Polizei sei ein „wichtiger Bündnispartner“ und „Wir brauchen die“ abgeschmettert. So werden bereitwillig Informationen untereinander ausgetauscht. Hierbei schrecken Mitglieder des Sprecherrates des BgRs auch nicht davor zurück der Polizei mit Aussagen zu helfen. So ist es wenig verwunderlich, dass beim letzten Vorbereitungstreffen zum 1. Mai 2012 (an diesem Tag sollte eine Nazidemonstration durch die Stadt führen), der hiesige Polizeichef mit in der Runde begrüßt wurde. Dieser  wurde sogar  nach seiner Aussage „Wenn ich jetzt gehen muss, dann komme ich nie wieder!“ darum gebeten, doch bitte zu bleiben. Sicherheitsstandards werden vom Bürgerbündnis immer wieder missachtet. So tauchte Anfang des Jahres eine Liste im Internet auf, die die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, Gruppen, Einzelpersonen und Institutionen verbessern sollte. Diese Liste wurde mit Klarnamen versehen und sogar öffentlich über den Verteiler versandt. Dies zeigt wie wenig das Bürgerbündnis auf Sicherheit und Schutz politisch denkender Menschen achtet. Genau aus diesen Gründen raten wir den Betroffen und der Soli-Gruppe sich vom BgR und ihren „Unterstützern“ zu distanzieren.

Wir unterstützen die Soli- Gruppe und die betroffenen Menschen, distanzieren uns aber zum wiederholten Male vom Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar.

Wer Grundsätze der linken Szene und roten Hilfe bricht, der ist aus allen Bündnissen auszuschließen!

Weitere Infos zu den Übergriffen: http://wia.blogsport.de/

„Thüringentag der nationalen Jugend“ sabotieren!

Die Nazis rufen dazu auf, am 15. Juni 2013 den 12. „Thüringentag der nationalen Jugend“ in der Kleinstadt Kahla zu begehen. Als Verantwortliche für das Nazi-Fest fungieren Leute wie David Buresch (FN Kahla), Ringo Köhler und Steffen Richter (beide FN Saalfeld). Die Veranstaltung ist die erste dieser Art in Kahla und soll unter dem Motto „Medienmanipulation“ stehen und fallen. Von Seiten der Veranstalter wird von einem „politischen Ereignis“ geredet.

Schon seit der „Wende“ ist Kahla eine „Fascho-Hochburg“: Anfang der neunziger Jahre gab es bereits eine Gruppe mit dem Namen „Hatebrothers Kahla“, welche aber bereits in den achtziger Jahren mit ihrer hirnlosen Propaganda gestartet haben soll. Nachdem sich die dazugehörigen Männer zur Ruhe gesetzt hatten, gründete sich ein weiterer Zusammenschluss, das „Freie Netz Kahla“…

Die Liste der rechtsmotivierten Aktionen in Kahla ist lang: So wurden in den letzten 3 Jahren das Auto eines Nazigegners mit Sprühfarbe beschädigt, in der Stadtkirche wurden bei einem Einbruch antisemitische Schmierereien hinterlassen und ein antifaschistisch engagierter junger Mann wurde mit Pfefferspray attackiert. Außerdem ist das gesamte Stadtbild von rechten Parolen geprägt. In fast allen Fällen ist die Verbindung zum FN-Kahla offensichtlich. Außerdem wäre da noch das Wohnprojekt Burg 19: eine genau in der Kahlaer Altstadt beheimatete Immobilie, mit der neben personellen Überschneidungen zum „Braunen Haus“ in Jena, auch andere einschlägig bekannte Neonazis in Verbindung gebracht werden. (Für weitere Informationen zu Vorfällen in und um Kahla, lest bitte die Artikel auf dieser Seite!)
Was ebenfalls Tatsache ist, ist das in der hiesigen Dorfgemeinschaft faschistoide Denkmodelle tief verwurzelt sind und Nazis größtenteils auf Toleranz bzw. Zustimmung treffen, die vorstädtischen Zustände quasi die Faschos in ihrem Handeln bestärken…

Nachdem die Nachricht, dass der 12. „Thüringentag der nationalen Jugend“ in Kahla stattfinden soll, offiziell wurde, war der Aufschrei groß. Natürlich sehen wir Engagement gegen rechts als unerlässlich, jedoch stehen wir den zivilgesellschaftlichen Anti-Rechts-Projekten auch kritisch gegenüber: wie bereits angesprochen, wurde in der Vergangenheit nichts gegen aufkeimende rechte Strukturen unternommen, gegen Nazis aktive Leute wurden mit Argwohn betrachtet, nicht zu übersehende Zeichen wurden konsequent ignoriert. Aus dem plötzlichen Engagement mancher, lässt sich ein ätzendes Bedürfnis nach Gewissenserleichterung und Selbstbestätigung heraushören. Dazu braucht man nicht einmal die abgeschmackten Aufrufe von Wichtigtuern wie dem Aktionsnetzwerk nehmen: Lippenbekenntnisse, wo man auch hinhört. Das bisherige Versagen droht sich zu wiederholen…

Wir fordern deshalb alle antifaschistisch orientierten Menschen, die es damit auch ernst meinen, auf, am 15. Juni 2013 nach Kahla zu kommen und sich den Nazis sachgemäß entgegen zu stellen! Seid entschlossen, seid kreativ!

Gegen Kahla und seine Nazis!
„Thüringentag der nationalen Jugend“ sabotieren!

Doku Crew Kahla, Mai 2013

Quelle: http://dck.blogsport.de/2013/05/22/thueringentag-der-nationalen-jugend-sabotieren/

Weitere Infos zu Kahla gibt es unter: http://www.kahla-info.de/

Internationaler Tag gegen Homophobie

Rund um den 17. Mai den internationalen Tag gegen Homophobie organisiert die AG-Queer Weimar eine Veranstaltungsreihe. Mit Vorträgen, Filmvorführungen und Diskussionen beschäftigt man sich vom 17. Mai bis zum 1. Juni mit der Thematik der Homophobie. Für das vollständige Programm und weitere Infos verweisen wir hier auf die Webseite der AG-Queer.

AG-Queer Weimar – queerweimar.blogsport.de

TLZ: Hausdurchsuchungen bei Neonazis

Beamte des Landeskriminalamtes haben in den Morgenstunden die Wohnungen zweier Rechtsextremisten in Tannroda und Weimar durchsucht. Hintergrund der Razzia ist ein Überfall, den die Männer im Alter von 20 und 23 Jahren im vergangenen Jahr in Weimar begangen haben sollen.
Weimar. Unter den Verdächtigen ist nach Informationen unserer Zeitung der Tannrodaer Neonazi Michel F., der schon mehrfach in Weimar als Anmelder rechter Demonstrationen auftrat und der am 1. Mai in Erfurt eine Kundgebung angemeldet hat. Wie das Landeskriminalamt (LKA) gestern erklärte, würde gegen die Tatverdächtigen wegen des Verdachtes der räuberischen Erpressung ermittelt. Im Rahmen des Verfahrens durchsuchten gestern Einsatzkräfte der so genannten „BAO Zesar“ und der Landespolizeidirektion die Wohnungen in Weimar und Tannroda auf der Grundlage von Durchsuchungsbeschlüssen der Staatsanwaltschaft Erfurt.
In der „Besonderen Aufbauorganisation“ (BAO) mit dem Namen „Zesar“ werden Beamte beim Landeskriminalamt konzentriert, die sich mit Neonazis beschäftigen.
Den beiden Beschuldigten wird vorgeworfen, im August des vergangenen Jahres in Weimar einen Mann tätlich angegriffen und unter anderem auch Bekleidungsgegenstände entwendet zu haben. Ziel der Hausdurchsuchungen war, Beweismittel zu finden und sicherzustellen. Mit einem Verweis auf laufende Ermittlungen macht das LKA keine näheren Angaben.

Quelle: TLZ – http://weimar.tlz.de/web/lokal/leben/blaulicht/detail/-/specific/Kreis-Weimar-Hausdurchsuchungen-bei-Neonazis-1031150814

BNR: Abrechnung mit „Kameraden“

Mehrere Neonazi-Gruppierungen aus Thüringen distanzieren sich von dem bundesweit bekannten Nachwuchs-Kader Michael Fischer.

Fischer, Anhänger der „Aktionsgruppe Weimarer Land“ und der „Freien Kräfte Erfurt“ (FKE), wird in einer am Dienstag veröffentlichten und unter anderem vom NPD-Landesverband Thüringen verbreiteten „Stellungnahme nationaler Gruppen aus Thüringen“, zu denen die NPD Kreisverbände Erfurt/Sömmerda und Weimar/Weimarer Land, diverse „Freie Netze“, Aktionsgruppen und Kameradschaften gehören, „blinder Aktionismus“ vorgeworfen. So habe Fischer wahllos“ Veranstaltungen angemeldet, die er zur Bestätigung der „eigenen Person“ missbrauchte, und als Anmelder „zahlreiche qualitativ minderwertige Veranstaltungen“ durchgeführt. Auch versuche er, „einen Keil zwischen parteifreien Gruppen untereinander und zwischen freien und parteigebundenen Kräfte zu treiben“, lautet ein weiterer Vorwurf.

Kritisiert wird von den Thüringer Neonazis insbesondere, dass NPD-Mitglieder bei von Fischer verantworteten Veranstaltungen ausgeschlossen seien und zu den Unterstützern verschiedener „Fischer-Veranstaltungen“ auch die Konkurrenz-Grüppchen „Pro Erfurt“ und „Pro Thüringen“ zählten. In deren Reihen, so die „Stellungnahme“, tummle sich „die Person“ Kai-Uwe Trinkaus, ein zeitweiliger V-Mann des thüringischen Landesamtes für Verfassungsschutzes.

Michael „Michel“ Fischer wohnt in dem 1000 Einwohner zählenden Dorf Tannroda, einem Ortsteil von Bad Berka. Akten der Generalbundesanwaltschaft zum NSU-Komplex ist zu entnehmen, dass zur Jahreswende 2009/2010 die drei mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe „häufig“ bei einer Familie Fischer in Tannroda verkehrt haben sollen. Laut Schreiben der Polizeiinspektion Weimar soll diese Familie Fischer „einschlägig rechtsgerichtet“ sein.

Quelle: Blick nach rechts – 09.04.2013 – Abrechnung mit „Kameraden“

Ralf Markert

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Seines Zeichens Kreisgeschäftsführer und Pressesprecher der NPD Weimar. Markert ist seit Jahren aktiv in der rechten Szene und neben Jan Morgenroth Kopf der Weimarer „nationalen Opposition“. Er wurde 1962 geboren und ist diplomierter Politologe. Verheiratet ist er mit Kerstin Markert, welche in der Klassik Stiftung Weimar arbeitet. Zusammen haben sie eine Tochter namens Kathrin, diese macht genau wie ihre Eltern keinen Hehl aus ihrer nationalen Gesinnung. Sie war längere Zeit mit dem Nazi und Taxifahrer aus Weimar Lars Kranich liiert, mit ihm zusammen hat sie auch eine Tochter. Im Jahr 2006 trat Markert in die NPD ein und 2009 wurde er in den Ortsteilrat von Weimar West gewählt, außerdem schreibt er für den „Weimarer Landbote“. Für Aufsehen sorgte vor ein paar Jahren seine e-Mail Adresse, diese lautete markert88. Für was diese Zahl steht schien sogar das „Bürgertum“ zu verstehen. Heute ist dies geändert und der Pressesprecher tritt ganz seriös im Stadtbild auf. Zusehen ist er immer wieder auf Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen der NPD, meist wird er dort zusammen mit Jan Morgenroth gesichtet. Ralf Markert ist keines Falls zu unterschätzen, er ist einer der führenden Köpfe der Weimarer rechten Szene.

Jan Morgenroth

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Jan Morgenroth wurde am 27. September 1975 geboren. Nachdem er die Karl Marx Oberschule in Weimar besuchte, machte er im Jahr 1996 einen Abschluss als Zahntechniker an der Medizinischen Fachschule.

Karriere
Bereits für den 27. Mai 2000 orderte er für den sogenannten „2. Tag des nationalen Widerstands“ in Passau einen eigenen Bus aus Weimar und beteiligte sich an der bundesweiten Buskoordination. An der Veranstaltung, die von der NPD organisiert wurde und auf der auch Horst Mahler und der NPD-Vorsitzende Udo Voigt auftraten, nahmen rund 4.000 Neonazis teil. Morgenroth veröffentlicht auf der Website der NPD Weimar Berichte von Veranstaltungen und veranstaltet selbst NPD-Treffen in der Gaststätte „Zur Kneipe“ in Schwerstedt. Im Jahr 2006 wird 2006 der bis dahin amtierende Kreisvorsitzende Martin Rühlemann durch Morgenroth ersetzt. Bereits eine Woche später wird er auf dem Thüringer NPD-Landesparteitag in Ammelstädt in den Vorstand des Landesverbandes als Beisitzer gewählt. Damals ist er dann „Amtsleiter für Kinder- und Jugendarbeit“ sowie zuständig für das Referat Gesundheitspolitik. Am 10. Januar 2007 organisiert u.a. Morgenroth den JN-Landesjugendparteitag im ostthüringischen Kleindembach. Am 7. Juni 2009 wird Jan Morgenroth mit rund 1.100 Stimmen in den Stadtrat Weimars gewählt. Ab diesem Zeitpunkt versucht er seriös Anträge zu stellen, um den völkischen, rassistischen und homophoben Werten der NPD ein Podium zu bieten. (siehe/verlinkung Recherche) Januar 2012 geht ein Bild in Weimar um, auf diesem sind Zschaepe, Boehnhardt und Mundlos mit Jan Morgenroth zu sehen. Dies mehrt, genauso wie der Besuch Zschaepes in Weimar kurz vor ihrer Festnahme, die Gerüchte das der NPD Stadtrat Kontakt zum NSU hatte. Im Mai 2012 wird der Weimarer in Haselbach zum Landesparteitag wieder als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt. Ab diesem Zeitpunkt ist er mit der Schulungsarbeit und dem Strukturaufbau in der Saale-Region betraut. Desweiteren ist er für das Referat Heimat und Identität zuständig. Dies verwundert nicht, so verteilte Morgenroth schon Ende der 90er/Anfang der 2000 Jahre Schriften an Jugendliche, in denen er den rechten Kampf beschreibt und was seine Ziele sind. „Nationale Allianz gegen rotes Bündnis“ Am 15. März 2007 verkündete Morgenroth, dass Neonazis aus dem Weimarer Land eine so genannte „Nationale Allianz geschmiedet haben“, als Reaktion auf die Bildung zivilgesellschaftlicher Bündnisse gegen Rechts in Thüringen. Die „Allianz“, gemeint ist die Zusammenarbeit zwischen NPD, Freien Kräften und SympathisantInnen, welche ohnehin bereits zu diesem Zeitpunkt bestand, konnte wie auch das zuvor gegründete „Aktionsbündnis gegen Linksextremismus“  keinerlei Wirkung entfalten. Für den 04. Dezember 2006 kündigte Morgenroth an, dass NPD-Vertreter einer Podiumsdiskussion des Weimarer Goetheinstitutes beiwohnen zu wollen. Tatsächlich erschien er am besagten Tag zusammen mit dem damaligen stellvertretenden Kreisverbandschef Michael Hubeny und dem heutigen NPD-Landesvorsitzenden Patrick Wieschke. Die drei versuchten im Sinne der Wortergreifungsstrategie die Diskussion über ein NPD-Verbot zu stören.

6,2 und 3,0 Prozent bei Bürgermeisterwahlen
Bei den Bürgermeisterwahlen am 7. Mai 2006 wurde er von der NPD als Kandidat für Blankenhain (bei Weimar) nominiert. Die NPD kündigt damals an, dass Morgenroth bei seinem Wahlkampf von der JN, der NPD-Ortsgruppe sowie den freien Kräften der Kameradschaft Blankenhain unterstützt werde. Damals werden Lautsprecherfahrten organisiert, Infotische aufgebaut und die „Schulhof-CD“ unter Jugendlichen verteilt. Am Ende erhält der NPD Kandidat 6,2 %. Genau 5 Jahre später versucht es Morgenroth nochmals, doch die eigens angelegte facebook Seite, seriös wirkende Fotos und die Unterstützung aus dem Landesvorstand helfen nichts. Genau 90 Personen und damit 3,0 Prozent der Wähler_Innen machten ihr Kreuz rechts außen.

„ganz privat“
Im Jahr 2005 besucht er ein illegales rechtsrock Konzert in Sachsen (Mücka), zu sehen in „Blut muss fließen-Undercover unter Nazis“. Im März 2010 wird „Jani“ Opfer eines Überfalls. Auf dem nach Hause weg, werden er und zwei Begleiter von Antifaschist_innen mit Eisenstangen, Steinen und Straßenschildern verletzt. Seit geraumer Zeit engagiert sich Morgenroth im „Magdalaer Carneval Club 1957 e. V.“, außerdem ist er Mitglied in der Kirmesgesellschaft Göttern. Klar ist also, dass Jan Morgenroth nicht nur Kopf der NPD Weimar und Thüringen ist, sondern auch gute Kontakte zur radikalen Rechten in ganz Deutschland pflegt. Nach außen gibt er sich immer wieder bürgerlich und möchte in Weimar kaum auffallen. Befreundet und bekannt ist er auf alle Fälle mit Mitglieder_Innen der Aktionsgruppe Weimarerland, in wie weit diese aber finanziell und geistig abhängig von ihm sind ist nicht geklärt. Veranstaltungen freier Kräfte besucht Morgenroth nicht, auf NPD Demonstrationen, Kundgebungen oder Veranstaltungen (z.B. Eisenach 2011,Erfurt 2012 oder Kirchheim 2012) wird er eigentlich immer gesichtet.